Was darf in die Dachbox – und was nicht?
Die Box sitzt auf dem Dach, das Auto steht vor der Tür, und das Gepäck stapelt sich daneben. Jetzt kommt die Frage, die sich vor jeder Reise stellt: Was kommt nach oben, was bleibt unten? Wir sehen bei der Abholung oft, dass die Antwort gar nicht so klar ist, wie viele denken. Dabei entscheidet sie nicht nur über den Platz im Auto, sondern auch darüber, wie sicher die Fahrt wird.
Das gehört in die Dachbox
Eine Dachbox ist für leichtes, sperriges Gepäck gemacht. Alles, was viel Platz braucht und wenig wiegt, ist oben richtig:
- Schlafsäcke, Decken und Bettzeug
- Jacken, Kleidung und Schuhe in Taschen
- Campingstühle, Isomatten und leichte Zelte
- Kinderwagen-Aufsätze und leichtes Spielzeug
- Skier, Snowboards und Wanderausrüstung
Der Grund: Jedes Kilo auf dem Dach sitzt weit oben und zieht den Schwerpunkt des Autos nach oben. Leichtes Gepäck oben, schweres unten im Kofferraum, dann bleibt das Auto in Kurven und bei Seitenwind ruhig.
Das bleibt besser im Auto
Schweres gehört nach unten. Der Fehler, den wir am häufigsten sehen: Der dickste Koffer wandert nach oben, weil im Kofferraum nichts mehr reinpasst. Genau falsch herum. Was schwer ist, treibt den Schwerpunkt hoch und gehört ins Auto.
Das sollte unten bleiben:
- Schwere, vollgepackte Koffer
- Volle Getränkeflaschen und Proviant für unterwegs
- Elektronik wie Laptop, Kamera oder Tablet
- Wichtige Dokumente, Bargeld und Wertsachen
- Alles, was bei Hitze leidet (dazu gleich mehr)
Vorsicht bei Hitze
Im Sommer wird so eine Box in der Sonne richtig heiß. Druckdosen, Feuerzeuge, Schokolade oder Kosmetik haben da oben nichts verloren. Auch Medikamente, die kühl bleiben müssen, gehören nach unten. Wer das beachtet, packt am Ziel keine ausgelaufene Tube und keine geplatzte Dose aus.
Auf das Gewicht achten
Zwei Grenzen zählen. Die erste ist die zulässige Dachlast Ihres Autos. Sie steht in der Betriebsanleitung, bei den meisten Pkw zwischen 50 und 100 Kilogramm. Darin steckt alles zusammen: Grundträger, Box und Gepäck.
Die zweite Grenze ist die Zuladung der Box selbst. Leer wiegt eine Dachbox je nach Größe rund 13 bis 20 Kilogramm. Dieses Eigengewicht zählt bei der Dachlast mit, also immer mitrechnen. Was übrig bleibt, hängt von Auto und Box ab. Oft sind es 40 bis 70 Kilogramm Gepäck.
Richtig verteilen
In der Box gilt: Schweres in die Mitte und nach unten, Leichtes an die Ränder. Stopfen Sie Lücken mit Decken oder Kleidung aus, damit nichts rutscht. Eine Ladung, die während der Fahrt hin und her wandert, verändert das Fahrverhalten und kann die Box beschädigen. Spanngurte im Innenraum halten alles an seinem Platz.
Vor der Abfahrt prüfen
Ein kurzer Blick vor dem Losfahren lohnt sich. Sitzt die Box fest auf dem Träger? Sind alle Verschlüsse eingerastet? Ist der Deckel rundum zu, nichts eingeklemmt? Nach den ersten Kilometern noch einmal kontrollieren, ob alles hält.
Wenn Sie unsicher sind, welche Größe zu Ihrem Gepäck passt, hilft unser Überblick zu den verschiedenen Dachbox-Größen. Und wer zusätzlich einen Fahrradträger oder eine Heckbox nutzt, prüft vorher am besten die Stützlast. Dafür haben wir den Stützlastrechner.
Im Grunde ist es einfach: Leichtes nach oben, Schweres nach unten, das Gewicht im Auge behalten. Dann bleibt im Auto Platz und die Fahrt entspannt. Bei Fragen zur passenden Box beraten wir Sie gern persönlich bei der Abholung in Darmstadt.